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Presseinformationen der Aktionskonferenz Nordsee e.V.
Archiv 2003
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Bremen 12.12.2003 |
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HABITAT MARE NATURA 2000
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Mit Inkrafttreten der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten der EU bereits 1992, ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten zu schaffen. Diese Gebiete bilden zusammen mit den Europäischen Vogelschutzgebieten das Schutzgebietssystem NATURA 2000. Ziel dieses Netzes ist der Erhalt der biologischen Vielfalt an Land, im Süßwasser und im Meer.
Das Bundesamt für Naturschutz (ein dem Bundesministerium untergeordnetes Amt) hat Vorschläge für Meeresschutzgebiete erarbeitet. In einer sogenannten öffentlichen Anhörung konnten Umweltverbände zu den vorgeschlagenen Gebieten Stellung beziehen. Sowohl mündliche als auch schriftliche Stellungnahmen wurden bis zum 12.12.2003 entgegen genommen.
Die Vorschläge des Bundesamtes für Naturschutz finden sie hier
... und die Stellungnahme der AKN hier:
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Stellungnahme der Aktionskonferenz Nordsee e.V. (AKN) zu den NATURA 2000-Schutzgebietsvorschlägen des Bundesministeriums (BMU) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in der Nordsee
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Grundsätzliche Anmerkungen
Die AKN begrüßt ausdrücklich die Schutzgebietsvorschläge des BfN in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee. Weiterhin begrüßen wir die Durchführung verschiedenster Forschnungsvorhaben und die Bereitstellung ihrer Ergebnisse. Hiermit wurde eine gute fachliche Grundlage für die Festlegung von Meeresschutzgebieten im Rahmen der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie geschaffen. Mit den Vorschläge ist die Hoffnung verbunden, das Ziel eines Netzwerks von Meeresschutzgebieten in der Nordsee tatsächlich zu erreichen und so dem Schutz der Arten und Lebensräume in der Nordsee einen erheblichen Schritt näher zu kommen. Die verwendeten Definitionen für die Lebensraumtypen "Sandbank" und "Riff" entsprechen inhaltlich der EU Vorgabe und sind wissenschaftlich und fachlich nachvollziehbar und sehr gut begründet.
Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. stimmt in ihrer Beurteilung dem vorgeschlagenen Schutzgebiet sowie der Anwendung der Ausweisungs- und Abgrenzungskriterien mit dem BfN weitgehend überein, wenn auch die Ausweisung der Meeresschutzgebiete aufgrund unserer naturschutzfachlichen Einschätzung und der Bewertung der vorhandenen Datenlage einer Erweiterung bedürfen.
Die Ausweisung der Gebiete muss sich, wie in den Richtlinien festgelegt, streng an fachlichen, ökologischen Kriterien orientieren und nicht vorab Nutzungskonflikte berücksichtigen. Die Vermutung, dass Nutzungskonflikte bei der Ausweisung berücksichtigt wurden, liegt nahe bei den Vorschlägen "Borkum Riffgrund" und "Sylter Außenriff". Bei einem Abgleich mit den bestehenden Plänen von Offshore-Windanlagen-Betreibern, könnte der Eindruck entstehen, dass diese Gebiete bereits in der Ausweisung ausgeklammert wurden. Um diese sicherlich unbegründete Vermutung aktiv zu entkräften, aber besonders aufgrund der eindeutigen und klaren Faktenlage über das Vorkommen und die Verbreitung der Schutzgüter in diesen Bereichen, sollten die Schutzgebiete erweitert werden.
Grundsätzlich sind für uns die in den vorgeschlagenen Schutzgebieten Nutzungen wie die Errichtung und der Betrieb von Windoffshore Anlagen oder der Sand- und Kiesabbau schon alleine aus dem Vorsorgeprinzip heraus unvereinbar mit den Schutzzielen. Daher erwarten wir, dass bereits bestehende Genehmigungen (Butendiek) auf Basis dieser Sachlage erneut überprüft werden und bei laufenden Verfahren die Gebietsvorschläge entsprechend berücksichtigt werden. Dies ist das entscheidende Kriterium für die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit, mit der die Gebietsausweisungen und das Management der Gebiete in der Öffentlichkeit zukünftig beurteilt werden.
Weiterhin möchten wir an dieser Stelle zum Ausdruck bringen, dass u.E. die Ausweisung von Schutzgebieten für die nicht unter Schutz gestellten Gebiete in der Nordsee keine automatische Freigabe für die uneingeschränkte Nutzung bedeuten darf. Der Erhalt der Artenvielfalt bzw. das Ziel, den Rückgang der Artenvielfalt bis 2010 zu stoppen, wird nur zu erreichen sein, wenn außerhalb der Schutzgebiete auch eine nachhaltige und naturverträgliche Nutzung erreicht werden kann.
Die Anhänge der FFH-Richtlinie berücksichtigen nur wenige Arten und Lebensraumtypen im Meer. Das dynamische Ökosystem lässt sich nicht in der Form eingrenzen. Dies wird der Vielfalt der Habitate im Meer und ihren zum Teil seltenen und bedrohten Arten nicht gerecht. Neben der Benennung von sandigen und steinigen Habitaten fehlen z. B. Übergangshabitate zwischen Sand und Schlick, wie die Schlicksande und Schlick, die ebenfalls wichtigen Arten als Glieder des Nahrungsnetzes als Lebensraum dienen. Eine Erweiterung der Anhänge der FFH-Richtlinie sehen wir daher als unerlässlich an. Grundlage hierfür sollten die Roten Listen sowie u.a. die im Sommer auf dem Ministertreffen in Bremen verabschiedete OSPAR-Liste bedrohter Arten und Habitate sein.
Die EU-Vogelschutzrichtlinie liefert bisher nur die rechtliche Grundlage zur Schutzgebietsausweisung für Rast-, Brut-, Mauser- und Überwinterungsplätze der europäischen Vogelarten. Wanderrouten von Zugvögeln werden jedoch nicht berücksichtigt. Gerade mit Blick auf die Idee der Schaffung eines kohärenten Netzwerkes von Schutzgebieten sollten diese bei einer Überarbeitung der Richtlinie ergänzt werden.
Zu den einzelnen Gebietsvorschlägen
Doggerbank
Die Aktionskonferenz Nordsee eV. unterstützt basierend auf der ökologisch sinnvollen Definition "Sandbank" den Gebietsvorschlag Doggerbank. Allerdings ist die begrenzte Ausweisung der Doggerbank fachlich nicht verständlich und sollte um die nördlich gelegenen Hangbereiche mit ihren Übergängen zu den besonderen Lebensräumen der zentralen Nordsee erweitert werden. Gerade an den Hangbereichen finden ökologisch wichtige Prozesse statt, die Grundlage für eine Vielzahl von Lebewesen im Meer ist.
Aufgrund der Intervention der Öl- und Gasindustrie bei der Anhörung in Bremen am 01.12.2003 möchten wir nochmals betonen, dass Nutzungsinteressen erst bei der Erarbeitung der Schutzgebietsverordnungen und der Ausgestaltung der Managementpläne zu berücksichtigen sind und in dem Stadium der Abgrenzung und Ausweisung nicht in Betracht gezogen werden dürfen.
Borkum Riffgrund
In der Erfassung der Abgrenzungsrelevanten FFH-Schützgüter wird das Borkum Riffgrund als Ganzes in der BfN Karte dargestellt, in der Ausweisung allerdings wird sich auf ein "Kerngebiet" (Dr. Krause, Anhörung 1.12.2003, in Bremen) beschränkt. Dieses ist aus fachlichen Gesichtspunkten nicht nachzuvollziehen und bedarf einer Berücksichtigung weiterer Sandbankbereiche im Osten und Nordosten des Riffgrundes. Zu dem Lebensraumtypen "Riff" gehört auch das Riffgrund und dieser muss daher als Schutzgebiet in seiner Gänze ausgewiesen werden.
Im Sinne der Vernetzung der Schutzgebiete sollte das vorgeschlagene Meeresschutzgebiete in die Küstengewässer ausgedehnt werden. Hierbei wäre das Bundesland Niedersachsen (Niedersächsischer Wattenmeer Nationalpark) gefordert, die Bedingungen für eine entsprechende Erweiterung der durch das BfN vorgeschlagene Schutzgebiete in den Küstengewässern zu schaffen.
Sylter Außenriff
Nach den Ergebnissen der Schweinswalvorkommen sollte dieses FFH-Gebiet um die angrenzenden Flächen nordwestlich des Vorschlagsgebietes erweitert werden. Der vom WWF auf der Anhörung in Bremen unterbreitete Erweiterungsvorschlag wird von der AKN ausdrücklich unterstützt. Aufgrund des Vorkommens und der Bedeutung dieses Gebietes für Mutter-Kalb Paare bzw. für die Reproduktion der Schweinswale, des Gefährdungszustandes der Schweinswale sowie der trotz allem recht kurzen Untersuchungszeit, ist ein Schutz des gesamten Gebietes, in dem eine schwerpunktmäßige Verbreitung des Schweinswales in der deutschen AWZ auftritt, wichtig und notwendig.
Vogelschutzgebiet östliche Deutsche Bucht
Nach EU-Vogelschutz Richtlinie ist dieses Gebiet eindeutig als schützenswert zu bezeichnen, insbesondere auf Grund der Vorkommen von Seetauchern.
Nach den Ergebnissen der Forschungsvorhaben zur Erfassung der richtlinienrelevanten Vogelarten in der deutschen AWZ sollte das vorgeschlagene Vogelschutzgebiet ebenfalls um die angrenzenden Flächen nordwestlich des Vorschlagsgebietes erweitert werden. Der vom WWF auf der Anhörung in Bremen unterbreitete Erweiterungsvorschlag wird daher auch hier von der AKN ausdrücklich unterstützt. Dies trifft auch auf die südliche Erweiterung des Gebietes zu. Hier sollte aktiv dem Eindruck entgegengewirkt werden, dass geplante Offshore Windanlagen die fachlichen Kriterien zu einer Abgrenzung der Schutzgebiete beeinflussen. Weiterhin ist hier das Bundesland Schleswig-Holstein gefordert, im Anschluss an das SPA östliche Deutsche Bucht eine entsprechende Erweiterung in den Küstengewässern zu schaffen.
Schlussbemerkung
Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. sieht die vom BfN erarbeiteten Schutzgebietsvorschläge des BMU in der deutschen AWZ der Nordsee als naturschutzfachlich fundierte Auswahl der ökologisch besonders wertvollen Meeresflächen im Sinne der FFH- und Vogelschutz-Richtlinien an. Mit entsprechenden o.g. Erweiterungen besteht einerseits die Möglichkeit, die rechtlichen Anforderungen der FFH- und Vogelschutz-Richtlinien zu erfüllen. Gleichzeitig gibt es hiermit einen deutschen Beitrag für das auf dem Ministertreffen von OSPAR und HELCOM im Juni 2003 in Bremen beschlossene ökologisch kohärente Netzwerk von Meeresschutzgebieten in der Nordsee, im Nordost-Atlantik und in der Ostsee.
Wir möchten das BMU bitten, die Ausweisung der Gebiete möglichst schnell abzuschließen, um den rechtlichen Status der Gebiete zu verbessern. Weiterhin möchten wir das BMU auffordern, sich weiterhin für die Einrichtung von Schutzgebieten in den Gewässern der anderen europäischen Staaten sowie auf Bundes- und Länderebene einzusetzen.
Bremen, 12.12.2003
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Presseinformation vom 10.11.2003 |
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Weserausbau wird ohne Rücksicht auf die Natur gepuscht
Die Umweltschutzverbände fordern einen STOPP weiterer Vertiefungen der Weser
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Bremen, den 10.11.2003. Aus Anlass der heutigen Lobbyveranstaltung des Wirtschaftverbandes Weser, in der sich dieser für eine weitere Weservertiefung einsetzt, fordern die Umweltorganisationen Aktionskonferenz Nordsee, ROBIN WOOD und WWF, die Weser nicht weiter auszubauen, um drastische Schäden für die Umwelt zu verhindern.
"Ein weiterer Weserausbau würde größere Gefahren bei Sturmfluten mit sich bringen. Uferbereiche würden verschlicken und flusstypische Tier- und Pflanzenarten wie Bodenbrüter und Röhrichtbewohner würden verdrängt werden", warnen die Umweltorganisationen. Hiervon wären 23 schutzwürdigen Gebiete an der Unterweser betroffen. Eine Studie des WWF vom März 2003 kommt zu dem Ergebnis, dass die Auswirkungen der Weservertiefung kaum kompensierbar wären.
Die weseransässige Häfenwirtschaft möchte die Unterweser zwischen Bremen und Bremerhaven ausbauen. Schiffe mit bis zu 11,10 m (heute 10,50 m) Tiefgang sollen mit größerem Tidefenster bis Bremen-Osterort fahren können, Schiffe bis zu 12,80 m Tiefgang (heute 11,90 m) bis Brake. Außerdem soll die Außenweser um einen Meter vertieft werden (heute 14,70 m). Dabei ist es bereits heute allen Schiffen möglich, Bremerhaven anzulaufen, sie müssen nur in ca. 2% aller Fahrten eine kurze Zeit auf die Tidewelle warten. Auch die Vertiefung der Unterweser bis Bremen käme nur wenigen Schiffen zugute. Nur einige Massengutfrachter, zumeist Erz- und Kohlelieferungen für die Bremer Stahlwerke, nutzen die bisherige Tiefe. Durch die geplante Vertiefung könnten sie voller beladen werden.
"Dieser relativ geringe Nutzen wiegt die erheblichen Umweltauswirkungen nicht auf" so die Umweltverbände. Ohnehin hat kein Flussunterlauf in Europa so extreme Ausbaumaßnahmen in seiner Geschichte hinnehmen müssen wie die Weser. Selbst der Gewässergüteatlas der Bundesregierung von 2001 hat der Unterweser die schlechtesten Noten gegeben. Das heißt: Bereits jetzt ist die Weser in ihrer Struktur "sehr stark verändert". "Ein weiterer Ausbau würde sie vollends zum Kanal degradieren. Dabei hat die Bundesregierung in ihrem 5-Punkte-Programm vom Sommer 2002 die Überprüfung weiterer Flussvertiefungen beschlossen. Davon ließ Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe in der vergangenen Woche allerdings nichts erkennen, als er mehrfach ankündigte, den Weserausbau forcieren zu wollen, ohne jedoch zu erläutern, wie er Auswirkungen auf das Ökosystem berücksichtigen werde.
Der Umwelt zerstörende Konkurrenzkampf zwischen den deutschen Hafenstandorten soll demnach scheinbar auch weiterhin mit Steuergeldern finanziert werden. Die Umweltverbände setzten sich dagegen für ein naturverträgliches Gesamtkonzept für die deutschen Nordseehäfen ein.
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an
Aktionskonferenz Nordsee e.V., Nadja Ziebarth, Tel: 0421 / 77675
ROBIN WOOD, Annegret Reinecke, Tel. 0421 / 5982894
WWF, Uwe Johannnsen, Tel. 0421 / 6584621
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Presseinformation vom 29.10.2003 |
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EU-Chemikalienrichtlinie unzureichend
BUND, DNR, WWF, WECF und Aktionskonferenz Nordsee fordern Nachbesserungen
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Berlin/Brüssel: Deutsche Umweltverbände zeigten sich enttäuscht über die heute von der EU-Kommission verabschiedete Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien). Die Kommission habe die Interessen der Chemie-Industrie über die der Verbraucher und der Umwelt gestellt.
Frühere Entwürfe hätten deutlich schärfere Schutz- und Kontrollmaßnahmen vorgesehen. Die Chemie-Lobby habe leider die Reform mit ungerechtfertigten Forderungen verwässert. In Alltagsprodukten wie Kinderspielzeug oder Möbeln dürften nun weiter solche Chemikalien verwendet werden, die sich in der Muttermilch anreichern, die Fruchtbarkeit mindern und Allergien auslösen.
Zu zwei Dritteln aller Chemikalien, die in Zukunft registriert werden müssten, würden auch weiterhin keine ausreichenden Sicherheitsinformationen für Verbraucher und Handel vorliegen. Zwar sollten einige Informationen im Internet veröffentlicht werden, aber diese enthielten keinerlei Daten über verwendete Mengen und ihre Auswirkungen. Außerdem würde die bisherige Rechtsordnung für den Umgang mit gefährlichen Chemikalien in der EU unterminiert: während das EU-Arbeits- und Umweltrecht betone, dass gefährliche Chemikalien aus dem Verkehr gezogen werden müssten, schlage die Kommission lediglich vor, das Risiko durch eine sogenannte "adäquate Kontrolle" zu reduzieren. Diese versage nach Auffassung der Verbände jedoch vor allem bei besonders gefährlichen Chemikalien.
Die Verbände forderten die EU-Parlamentarier und die Regierungen der Mitgliedstaaten auf dafür zu sorgen, dass im weiteren Gesetzgebungsverfahren Schlupflöcher gestopft und bürokratische Hürden für den Gesundheits- und Umweltschutz abgebaut werden.
Ein 3-seitiges Hintergrundpapier zum Thema können Sie als pdf-Datei hier runterladen
Bei Rückfragen:
Karoline Schacht, AKN, Tel. 0162-1038692, 0421-77675
Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586425 (0171-8311051),
Patricia Cameron, BUND-Referent für Chemie, Tel. 030-27586-426, Fax: -449; 0175-5963816,
Dr. Ninja Reineke, WWF, Tel. 0151-14742447
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Presseinformation vom 08.07.2003 |
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Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven zerstört wichtiges Schutzgebiet für Vögel
EU nimmt Beschwerde der Umweltverbände an
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Hannover, Bremen, 08. Juli 2003 - Beim geplanten JadeWeserPort in Wilhelmshaven geht die Europäische Kommission jetzt einer Beschwerde der Umweltverbände LBU, BUND, AKN und WWF nach. Als Baugebiet für den Tiefwasserhafen ist der Voßlapper Groden vorgesehen, der nach Ansicht der Verbände als EU-Vogelschutzgebiet gemeldet werden müsste. "Die Annahme unserer Beschwerde lässt hoffen, dass die Kommission die Landesregierung nun drängt, das Gebiet mit Rohrdommeln, Blaukehlchen und weiteren bedrohten Vogelarten unter den Schutz der EU zu stellen", erklärte eine Sprecherin der Verbände. Die Bedeutung des Gebietes für den internationalen Naturschutz sei so groß, dass ein Tiefwasserhafen an dieser Stelle überhaupt nicht in Betracht käme.
Wiederholt hatten die Umweltorganisationen die Niedersächsische Landesregierung aufgefordert, das rund 800 Hektar große Gebiet in Wilhelmshaven als EU-Vogelschutzgebiet der Kommission zu melden und dauerhaft zu schützen. Das Zögern Niedersachsens erklären sich die Organisationen damit, dass ein EU-Vogelschutzgebiet die Pläne für den JadeWeserPort stören würde.
"Das Land riskiert mit seiner Untätigkeit, hohe Strafgelder", warnte die Verbändesprecherin. Die EU habe bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, da die EU-Vogelschutzrichtlinie hier zu Lande nur unzureichend umgesetzt werde. In ihrem letzten Schreiben an die Bundesregierung vom April 2003 habe die EU den Voßlapper Groden ausdrücklich als auszuweisendes Gebiet genannt. "Wenn die zuständigen Bundesländer ihre potenziellen Gebiete nicht vollständig melden und den EU-Naturschutzregelungen entsprechen, sind hohe Bußgeldforderungen auch in Niedersachsen zu erwarten", so die Sprecherin. Um dem zu vor zu kommen, forderten die Umweltorganisationen die Landesregierung erneut auf, den Voßlapper Groden als EU-Vogelschutzgebiet zu melden.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
BUND, Dr. Marita Wudtke, Tel. 0511/96569-18
LBU, Andreas Bieg, Tel 0511/36815-20
Aktionskonferenz Nordsee e.V., Nadja Ziebarth, Tel. 0421/77675
WWF, Uwe Johannsen, Tel 0421/65846-19
Hinweis für die Redaktionen
Den genauen Text der Verbändebeschwerde bei der EU-Kommission finden Sie unter:
http://www.lbu-niedersachsen.de/text/aktuelles/2003/07/eu_beschwerde.htm
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Presseinformation vom 26.06.2003 |
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Umweltminister weichen der Verantwortung aus
Meeresschutzkonferenz geht ohne Entscheidungen zu Ende
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Bremen, 26. Juni 2003. Auf der ersten gemeinsamen Ministerkonferenz der OSPAR und HELCOM-Kommissionen zum Schutz des Nordost-Atlantiks und der Ostsee haben sich die Minister heute dar-auf geeinigt, bis zum Jahre 2010 ein Netzwerk von geschützten Meeresgebieten (MPA, marine protected areas) einzurichten. Gleichzeitig jedoch haben sie es versäumt, begleitende Maßnahmen zu beschliessen, um diese Gebiete vor den Schäden durch Schifffahrt und Fischerei zu bewahren, beides drängende Gefahren für die europäischen Meere.
Die Konferenz war von Auseinandersetzungen über Zuständigkeiten geprägt. Die Umweltminister haben es versäumt, die zentralen Schifffahrts- und Fischereiprobleme anzugehen, obwohl es seit langem klare An-zeichen dafür gibt, dass sowohl die Fischerei- und Verkehrsminister als auch die Foren, auf denen politi-sche Entscheidungen getroffen werden, die kurzfristigen Industrieinteressen stets vor den Schutz der Meeresumwelt stellen.
"Schifffahrt stellt eines der drängendesten Probleme für die Meeresumwelt dar, doch trotz der "Prestige" - Tragödie und anderer Schiffunfälle der jüngsten Vergangenheit haben die Umweltminister zwar ihren guten Willen bekundet, aber konkrete Maßnahmen der EU und der Internationalen Schifffahrtsorganisation der Vereinigten Nationen (IMO) weiterhin überlassen", so Nadja Ziebarth von der Aktionskonferenz Nordsee (AKN). "Anstatt Initiativen an anderer Stelle zu begrüssen, hätten die Minister politische Courage zeigen und deutlich machen sollen, welche konkreten Maßnahmen tatsächlich nötig sind und was sie selbst unter-nehmen werden, falls ihre Schifffahrtskollegen keine angemessene Maßnahmen beschliessen."
Ebenso scheint es, als hätten die Fischereiminister ihre Kollegen aus den Umweltressorts erfolgreich davon überzeugt, dass Fische nicht zur Meeresumwelt und somit nicht in deren Verantwortung gehören. Ein Großteil kommerziell genutzter Fischbestände ist überfischt und der Kabeljau in der Nordsee ist auf dem besten Wege, ausgerottet zu werden. Trotz jahrzehntelanger Anstrengungen für eine Regulierung der Fi-scherei wurden weder die Abnahme der Fischbestände aufgehalten noch die Zerstörung an weiten Teilen der Meeresumwelt durch Fischereiaktivitäten aufgehört.
"Die Umweltminister hätten sagen können 'genug ist genug', und sie hätten Verantwortung übernehmen müssen. Sie haben ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten beschlossen, aber ohne die notwendigen Maß-nahmen, mit denen diese Absichtserklärungen sicher keinen nachhaltige positiven Effekt auf den Zustand der Meeresumwelt haben", so Monica Verbeek, Fischereiexpertin bei Seas at Risk. "hier wurde eine viel-versprechende Chance vertan."
Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Karoline Schacht und Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel.: 0421- 77675, aknev@gmx.net
Die AKN ist Mitglied bei "Seas at Risk". "Seas at Risk" ist eine unabhängige Föderation von Nicht-Regierungs-organisationen, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu ?Seas at Risk? finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
Zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz OSPAR/HELCOM gibt es eine Sonderausgabe der AKN Vereinszeitung WATERKANT in deutscher und englischer Sprache.
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Presseinformation vom 26.06.2003 |
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Umweltminister weichen der Verantwortung aus
Meeresschutzkonferenz geht ohne Entscheidungen zu Ende
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Bremen, 26. Juni 2003. Auf der ersten gemeinsamen Ministerkonferenz der OSPAR und HELCOM-Kommissionen zum Schutz des Nordost-Atlantiks und der Ostsee haben sich die Minister heute darauf geeinigt, bis zum Jahre 2010 ein Netzwerk von geschützten Meeresgebieten (MPA, marine protected areas) einzurichten. Gleichzeitig jedoch haben sie es versäumt, begleitende Maßnahmen zu beschliessen, um diese Gebiete vor den Schäden durch Schifffahrt und Fischerei zu bewahren, beides drängende Gefahren für die europäischen Meere.
Die Konferenz war von Auseinandersetzungen über Zuständigkeiten geprägt. Die Umweltminister haben es versäumt, die zentralen Schifffahrts- und Fischereiprobleme anzugehen, obwohl es seit langem klare Anzeichen dafür gibt, dass sowohl die Fischerei- und Verkehrsminister als auch die Foren, auf denen politische Entscheidungen getroffen werden, die kurzfristigen Industrieinteressen stets vor den Schutz der Meeresumwelt stellen.
"Schifffahrt stellt eines der drängendesten Probleme für die Meeresumwelt dar, doch trotz der "Prestige" - Tragödie und anderer Schiffunfälle der jüngsten Vergangenheit haben die Umweltminister zwar ihren guten Willen bekundet, aber konkrete Maßnahmen der EU und der Internationalen Schifffahrtsorganisation der Vereinigten Nationen (IMO) weiterhin überlassen", so Nadja Ziebarth von der Aktionskonferenz Nordsee (AKN). "Anstatt Initiativen an anderer Stelle zu begrüssen, hätten die Minister politische Courage zeigen und deutlich machen sollen, welche konkreten Maßnahmen tatsächlich nötig sind und was sie selbst unter-nehmen werden, falls ihre Schifffahrtskollegen keine angemessene Maßnahmen beschliessen."
Ebenso scheint es, als hätten die Fischereiminister ihre Kollegen aus den Umweltressorts erfolgreich davon überzeugt, dass Fische nicht zur Meeresumwelt und somit nicht in deren Verantwortung gehören. Ein Großteil kommerziell genutzter Fischbestände ist überfischt und der Kabeljau in der Nordsee ist auf dem besten Wege, ausgerottet zu werden. Trotz jahrzehntelanger Anstrengungen für eine Regulierung der Fischerei wurden weder die Abnahme der Fischbestände aufgehalten noch die Zerstörung an weiten Teilen der Meeresumwelt durch Fischereiaktivitäten aufgehört.
"Die Umweltminister hätten sagen können 'genug ist genug', und sie hätten Verantwortung übernehmen müssen. Sie haben ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten beschlossen, aber ohne die notwendigen Maßnahmen, mit denen diese Absichtserklärungen sicher keinen nachhaltige positiven Effekt auf den Zustand der Meeresumwelt haben", so Monica Verbeek, Fischereiexpertin bei Seas at Risk. "hier wurde eine vielversprechende Chance vertan."
Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Karoline Schacht und Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel.: 0421- 77675, aknev@gmx.net
Die AKN ist Mitglied bei "Seas at Risk". "Seas at Risk" ist eine unabhängige Föderation von Nicht-Regierungs-organisationen, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk" finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
Zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz OSPAR/HELCOM gibt es eine Sonderausgabe der AKN Vereinszeitung WATERKANT in deutscher und englischer Sprache. Die Waterkant befindet sich als Download auf der Website www.aknev.org oder ist zu beziehen unter Tel: 0421/77675.
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Presseinformation vom 24.06.2003 |
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I. AKN Countdown zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz
Chemie vergessen?
Aktion geplant zum Thema "Gefährliche Stoffe"
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Bremen, 24. Juni 2003. Am morgigen Mittwoch verhandeln 20 Umweltminister aus Europa über zentrale Themen des zukünftigen Meeresschutzes für Nord- und Ostsee. Neben den Problemen der Schifffahrt oder der Fischerei hat das Thema "Gefährliche Stoffe" dabei nicht den Stellenwert erhal-ten, um auf die Tagesordnung der gemeinsamen Verhandlungen gesetzt zu werden. Ist das Problem etwa gelöst? Die Aktionskonferenz Nordsee (AKN) weist darauf hin, dass jährlich noch immer viele hundert Tonnen hochriskanter Substanzen in die Umwelt und in das Meer gelangen.
1998 haben die Vertragsparteien der Oslo- und Pariskommission zum Schutz des Nordost-Atlantiks (OS-PAR) das sogenannte "Generationen-Ziel" beschlossen: Keine gefährliche Stoffe mehr im Meer, spätestens ab dem Jahr 2020!
Doch was ist passiert seitdem? "OSPAR hat im Jahr 2002 eine Liste von fast 400 Substanzen veröffentlicht, die als gefährlich einzustufen sind und potenziell das Meer bedrohen", so Karoline Schacht von der AKN, "aber ohne Umsetzungsstrategien und Maßnahmen werden wir das Generationen-Ziel nicht mehr errei-chen." Noch immer gelangen Zusatzstoffe der Kosmetikindustrie sowie Flammschutzmittel, Weichmacher oder andere gefährliche Zusätze in Kunststoffen während ihres Lebenszyklus´ in die Umwelt und enden im Meer. Gefährliche Stoffe haben Eigenschaften, die sowohl für die Umwelt als auch für die menschliche Gesundheit bedrohlich sind. Sie greifen in das Hormonsystem ein, stören das Nerven- und schwächen das Immunsystem, sie reichern sich an auf ihrem Weg durch die Nahrungskette und enden in hohen Konzentra-tionen in der Umwelt und im Menschen. Und sie sind hochgiftig und entfalten ihre schädigende Wirkung schon ab winzigsten Konzentrationen.
Die Zukunft des Meeresumweltschutzes in Europa wird auch davon abhängen, wie das Thema "Chemie im Meer" von den zuständigen Ministern der Nord- und Ostseeanrainer behandelt wird.
AKN und Seas at Risk fordern:
Die Freisetzung von Stoffen mit gefährliche Eigenschaften muss schnellstmöglich gestoppt werden!
Für einen dauerhaften Schutz der Meeresumwelt müssen OSPAR und HELCOM deutlich machen, dass das Generationen-Ziel in allen entsprechenden EU-Gesetzgebungen fest verankert wird!
Achtung Presse:
Am Mittwoch, 25.06.2003 um 18.30 Uhr veranstaltet die Aktionskonferenz Nordsee eine Aktion zum Thema "Gefährliche Stoffe - Raus aus dem Meer!" vor dem Bremer Rathaus.
Anlass ist das Eintreffen der 20 Umweltminister zum gemeinsamen Abendessen.
Wiederholung: Donnerstag, 26.06. um 13 Uhr vor der abschließenden Presskonferenz vor dem Congress Centrum
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Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Karoline Schacht, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel.: 0174 944 2712, aknev@gmx.net
Die AKN ist Mitglied bei "Seas at Risk". "Seas at Risk" ist eine unabhängige Föderation von Nicht-Regierungs-organisationen, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk"finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
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Presseinformation vom 20.06.2003 |
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II. AKN Countdown zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz
Fisch wird Mangelware
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Bremen 20.6.2003. In der kommenden Woche findet in Bremen eine historische Minister Konferenz mit 20 Umweltministern aus den Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee statt. Die Minister werden sich erstmalig gemeinsam dem Thema Fischerei widmen. Die Aktionskonferenz Nordsee und die internationale Föderation Seas at Risk" fordern die Umweltminister auf, ihre Verpflichtungen zum Meeresschutz ernst zu nehmen und sich nicht hinter den wirtschaftlichen Interessen der Fischereiminister zu verstecken.
Die meisten wertvollen Fischbestände in den Gewässern der Nord- und Ostsee werden seit langem überfischt und bewegen sich daher inzwischen außerhalb sicherer biologischer Bestandsgrenzen. Die Grenze der Regenerationsfähigkeit ist überschritten. Inzwischen sind z.B. 90% des wirtschaftlich gefangenen Kabeljaus unter 4 Jahre alt, d.h. sie werden vor der Geschlechtsreife weggefangen.
Die Fischerei wirkt sich aber nicht nur auf die kommerziell genutzten Bestände aus, die gezielt befischt werden, sondern auch auf Meeresvögel, Meeressäuger (Schweinswale) und Bodenlebewesen. Diese können durch die Fanggeräte verletzt oder getötet werden. Pflanzen und Tiere am Meeresboden bilden die Lebensgrundlage für die Ernährung und Ansiedlung einer ganz Reihe anderer Meereslebewesen. Die Störung dieses empfindlichen Ökosystems hat bereits beträchtlichen Schaden angerichtet.
Ursache hierfür sind die viel zu großen Fischereiflotten sowie die Fischereimethoden, die selbst dem Nachwuchs keine Überlebenschance bieten. Je mehr die Fischbestände zurückgehen, umso effizienter werden die Fangtechniken, um zumindest die "Reste" noch zu erwischen. Dadurch werden aber Bestände, Ökosystem und Wirtschaft nur immer stärker gefährdet.
Die OSPAR-Vertragsparteien sind rechtlich verpflichtet, die gesamte Palette der Fischarten und Lebensräume im Nordostatlantik zu schützen. "Die Umweltminister sollten diese Verpflichtung ernst nehmen. Sie sollten die Gelegenheit, die die Gemeinsame Minister Konferenz bietet, ergreifen und verbindliche Maßnahmen beschließen. Mehrere Arten und Lebensräume haben nicht mehr viel Zeit, und wenn sie auf Kooperation der Fischereibehörden warten, kann es zu spät sein," so Nadja Ziebarth von der AKN.
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Zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz OSPAR/HELCOM gibt es eine Sonderausgabe der AKN Vereinszeitung WATERKANT in deutscher und englischer Sprache. Die Waterkant befindet sich als Download auf der Website www.aknev.org oder ist zu beziehen unter Tel: 0421 / 77675
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel.: 0421- 77675, aknev@gmx.net
Monica Verbeek, Seas At Risk, Policy Officer (Fisheries, species & habitats), tel/fax: + 351 21 464 7255, mobile: + 351 96 561 7846, mverbeek@seas-at-risk.org
Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. ist Mitglied der Föderation "Seas at Risk". "Seas at Risk"ist eine unabhängige Föderation von nicht Regierungsorganisation, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk" finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
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Presseinformation vom 18.06.2003 |
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III. AKN Countdown zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz
Industrielle Großprojekte bringen neue Gefahren für die Ostsee
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Kiel/Bremen,18.06.2003. In der kommenden Woche treffen in Bremen 20 Umweltminister aus Europa zusammen, um über den zukünftigen Schutz von Nord- und Ostsee zu verhandeln. Gleichzeitig schreiten an der russischen Ostseeküste Planungen für hochriskante Ölförderungsprojekte voran. Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. (AKN) und der BUND Arbeitskreis Ostsee fordern einen Stopp der Fördervorbereitungen.
"Schon bei Probebohrungen Anfang der achtziger Jahre waren ca. 70 Tonnen Öl ausgetreten und hatten fast 20 km Küstenlinie in Kaliningrad und Litauen verschmutzt", so Wolfgang Günther vom BUND Arbeitskreis Ostsee. "Ohne öffentliche Umweltverträglichkeitsprüfung nach internationalem Standard sind solche Projekte heute ökologisch und ökonomisch nicht mehrt vertretbar." Die Vorbereitungen zur Erschließung eines der größten Ölfelder in der Ostseeregion laufen nur gut 20 km vor der Küste des UNESCO Weltnaturerbes und Nationalparks "Kurische Nehrung". Noch Ende diesen Jahres will der russische Ölriese LUKOIL mit der Förderung beginnen. Umweltschutzorganisationen wie der BUND und die AKN sehen angesichts der ökologischen Senisibilität der Ostsee in der Ölförderung ein unverantwortliches Risiko.
"Wir fordern deshalb ein sofortiges Stopp der Fördervorbereitungen zumindest bis die ökologische Unbedenklichkeit der geplanten Ölförderungen nachgewiesen worden ist", so die Sprecher der Umweltverbände. Angesichts der großen ökologischen Sensibilität der Ostsee und der katastrophalen Folgen, die ein größerer Ölunfall unweigerlich nach sich ziehen würde, sprechen sie sich darüber hinaus für ein generelles internationales Moratorium für Ölförderungen in der Ostsee aus.
Ein weiteres Großprojekt mit unkalkulierbaren Risiken für die Ostsee bahnt sich an der Südküste des Finnischen Meerbusens nahe St. Petersburg an: Direkt neben einem geschützten Feuchtgebiet soll eine lukrative Aluminiumhütte entstehen. Das Ausgangsmaterial für Aluminium ist das Mineral Bauxit. Unter großflächiger Landschaftszerstörung wird Bauxit in zahlreichen Ländern der sogenannten Dritten Welt abgebaut und soll für dieses Projekt aus Guinea importiert werden. Den Strom für den enorm energieaufwendigen Verhüttungsprozess liefert das überalterte Atomkraftwerk Sosnovy Bor vom Typ der Tschernobyl-Reaktoren Bei der Raffination von Aluminium fällt Rotschlamm an, eine sondermüllfähige Mischung aus Eisen- und Titanoxiden, bei der Elektrolyse entstehen neben dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) Schwefeldioxid (SO2) sowie fluorhaltige Verbindungen (Saurer Regen). Der neue Ofen soll 1,2 Mrd. Dollar kosten und eine Produktionsleistung 360.000 Tonnen Aluminium pro Jahr haben. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Internationale Finanz Kooperation (IFC) tragen 70% der Kredite dieses Megaprojektes, Banken, die sich der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung auf der Welt verpflichtet haben.
Für die Ostsee und die örtliche Bevölkerung bleibt das nukleare Risiko und die gefährliche Luft- und Wasserverschmutzung aus der Aluminiumherstellung. Über 6000 Unterschriften und die örtliche Gewerkschaft haben sich bereits gegen das Projekt ausgesprochen.
Die Umweltschutzorganisationen BUND und AKN fordern eine unmissverständliche Rücknahme der Unterstützung des Projekt durch die EBRD und eine Berücksichtigung der Interessen der Menschen vor Ort.
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an:
Wolfgang Günther und Antonia Wanner, BUND AG Ostsee, Tel.: 0431 / 122 0 311
Der BUND ist in der Coalition Clean Baltic (CCB) ein Netzwerk von Nicht-Regierungsorganisation, die sich national und international für den Schutz der Ostsee einsetzen. www.ccb.se
Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel: 0421 / 77675
eMail: AKNev@gmx.net, http://www.AKNeV.org
Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. ist Mitglied der Föderation "Seas at Risk". "Seas at Risk" ist eine unabhängige Föderation von Nicht-Regierungsorganisation, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk" finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
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Presseinformation vom 16.06.2003 |
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IV. AKN Countdown zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz
Umweltministerkonferenz zum Meeresschutz
Schifffahrt Topthema
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Bremen, den 16.06.03. Erstmalig steht das Thema Schifffahrt auf der gemeinsamen Meeresschutzkonferenz der Umweltminister der Nord- und Ostsee-Anrainerländer in Bremen (25./26.Juni 2003) auf der Tagesordnung. Damit reagieren die Minister auf die verheerenden Schiffsunfälle, wie den Untergang der "Prestige" im November 2002, die zeigten, dass Umweltverschmutzung durch die Schifffahrt eines der Hauptprobleme im Meeresschutz geworden ist. Die Umweltorganisationen Aktionskonferenz Nordsee e.V. (AKN) und ROBIN WOOD fordern die Umweltminister auf, jetzt entschieden zu handeln, um weitere Umweltzerstörung durch die Schifffahrt zu verhindern.
Im Vordergrund der Ministerverhandlungen steht das Thema Schiffssicherheit. Sowohl das Unglück des Öltankers "Prestige" als auch des Frachters "Fu Shan Hai" in der Ostsee zeigen, wie dringend notwendig schnelles Eingreifen ist. Die Bilder Tausender toter Vögel, kilometerweit verölter Strände und verzweifelter Fischer, die ihre Existenz zerstört sehen, sind noch sehr lebendig. Um weitere Katastrophen zu verhindern, fordern AKN und ROBIN WOOD die Einführung der Lotsenannahmepflicht in der Kadettrinne (Ostsee), die Einführung eines automatischen Identifikationssystems (Schiffserkennungssystems AIS) und eine bessere Regulierung der Klassifizierungsgesellschaften, die die technische Überwachung übernehmen. Außerdem müsse die weltweite Regulierungsbehörde für Sicherheit und Umweltschutz im Seeverkehr, IMO, reformiert werden. "Die gegenwärtige Situation, in der die IMO von den Interessen der Schifffahrtsgesellschaften und deren Agenten in den Billigflaggenstaaten geleitet wird, ist nicht hinnehmbar. Maritime Sicherheit und Umweltschutz können nur dann sichergestellt werden, wenn die IMO-Struktur mit dem Ziel reformiert wird, dass sie die verschiedenen maritimen Nutzungsinteressen widerspiegelt", so AKN-Sprecherin Nadja Ziebarth. "Hierfür bedarf es eines gemeinsamen Vorgehens der Nord- und Ostsee Anrainerstaaten."
Auch sekundäre Schäden der Schifffahrt durch Fluss- und Hafenausbauten haben verheerende Folgen für die Nordsee. "Durch Fluss- und Hafenausbauten steigt die größere Gefahren für das Hinterland bei Sturmfluten. Uferbereiche verschlicken und flusstypische Tier- und Pflanzenarten wie Bodenbrüter und Röhrichtbewohner werden verdrängt", warnt die Fluss-Expertin Annegret Reinecke von ROBIN WOOD. Die Küstenregion mit ihren Flüssen ist für viele Tierarten eine Art Kinderstube. Seehunde ziehen ihre Jungen auf Sandbänken groß. Diese Lebensräume sind durch Fluss- und Hafenausbaupläne, wie z.B. den JadeWeserPort sowie die Weser- und Elbvertiefung gefährdet. Die Umweltorganisationen fordern die Umweltminister auf, eine gemeinsame Hafenplanung zwischen den Anrainerstaaten zu initiieren, um einen ruinösen Konkurrenzkampf zwischen den Hafenstandorten, der auf Kosten der Natur geht, zu unterbinden.
AKN und ROBIN WOOD fordern:
- Lotsenannahmepflicht in der Kadettrinne (Ostsee)
- europaweite Einführung eines AIS-Erkennungssystems
- Unterstützung einer IMO-Strukturreform
- STOPP jeglicher weiterer Flussvertiefungen
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an:
Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel: 0421 / 77675, eMail: AKNev@gmx.net
Annegret Reinecke, ROBIN WOOD, Tel. 0421 / 5982894, eMail: annegret.reinecke@robinwood.de
Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. ist Mitglied der Föderation "Seas at Risk". "Seas at Risk" ist eine unabhängige Föderation von Nicht-Regierungsorganisation, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk" finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
Zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz OSPAR/HELCOM wird es eine Sonderausgabe der AKN Vereinszeitung WATERKANT in deutscher und englischer Sprache geben. Die Waterkant ist zu beziehen unter Tel: 0421 / 77675
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Presseinformation vom 13.06.2003 |
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V. AKN Countdown zur gemeinsamen Umweltministerkonferenz
Historische Umweltminister Konferenz in Bremen
Aktuelles, Hintergrundinformation und Aktionen
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Bremen 16.06.2003. Ein umweltpolitisches Großereignis kommt langsam immer näher: Vom 23.-26. Juni 2003 treffen sich 20 Umweltminister aus Europa in Bremen, um über die zentralen Punkte des zukünftigen Meeresumweltschutzes im Nordost-Atlantik und der Ostsee zu verhandeln. Sowohl in der Vorbereitung als auch vor Ort begleitet die Aktionskonferenz Nordsee (AKN) als Mitglied der Internationalen Föderation "Seas at Risk" diese Konferenz auf der fachpolitischen Ebene. Die AKN wird in einem Countdown bis zu der Konferenz der Presse regelmäßig über Themen der Konferenz berichten.
Zum ersten Mal in der über 20-jährigen Geschichte der großen regionalen Meeresschutzabkommen OSPAR (Oslo- und Pariskommission zum Schutz der Nordsee und des Nordostatlantiks) und HELCOM (Helsinki-Kommission zum Schutz der Ostsee) werden die Umweltminister der Vertragsstaaten gemeinsam tagen. Auf dieser gemeinsamen Sitzung wird es sich um Fragen der Fischereipolitik, der Schifffahrt, Errichtung eines Netzes von Meeresschutzgebiete sowie um eine EU-weite Meeresstrategie drehen.
Meeresumweltschutz betrifft weit mehr als Meer und Küste. In der Fischerei, der Seeschifffahrt oder der Chemiepolitik sind es vor allem die wirtschaftlichen und sozioökonomischen Interessenvertretungen, die für eine umweltschutzorientierte Politik mit ins Boot geholt werden müssen.
"Seas at Risk" und AKN werden besonderes Augenmerk auf den Verhandlungsverlauf rund um die Schifffahrt, z.B. Schiffssicherheit in Nord- und Ostsee, sowie die ruinöse Fischereipolitik legen: Die jüngsten Ereignisse haben wieder einmal gezeigt, dass der Handlungsbedarf enorm ist.
Unberücksichtigt bei der Auswahl der Themen für das gemeinsame Ministertreffen bleibt das Feld der gefährlichen Stoffe, wobei beide Kommissionen ehrgeizige Zielsetzungen in diesem Bereich haben und bis zum Jahr 2020 die Einleitungen, Emissionen und Verluste von gefährlichen Stoffen in die Meeresumwelt beendet sehen wollen.
Für die Zukunft des Meeresschutzes und der Umweltpolitik in Europa wird diese Konferenz insgesamt richtungweisend sein.
Als Mitglied in der internationalen Föderation "Seas at risk" hat die AKN Beobachterstatus und wird im in der Woche 23.-26.6.2003 in vor dem Congress Centrum anwesend sein.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Nadja Ziebarth und Karoline Schacht, Aktionskonferenz Nordsee e.V., Tel.: 0421- 77675, aknev@gmx.net
Monica Verbeek, Seas At Risk, Policy Officer (Fisheries, species & habitats), tel/fax: + 351 21 464 7255, mobile: + 351 96 561 7846, mverbeek@seas-at-risk.org
Die Aktionskonferenz Nordsee e.V. ist Mitglied der Föderation "Seas at Risk". "Seas at Risk"ist eine unabhängige Föderation von nicht Regierungsorganisation, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk" finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
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Presseinformation vom 30.04.2003 |
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Hektik auf See !?
Aktion am Martinianleger am 1. Mai:
Die Aktionskonferenz Nordsee warnt vor Schnellfähren
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Auch in der Sommersaison 2003 können UrlauberInnen wieder mit dem Hochgeschwindigkeitschiff "Speedy" Helgoland und die Inseln der Nordsee erreichen. Diese Form des superschnellen Reisens birgt viele Gefahren für Mensch und Natur. Davor warnt die Aktionskonferenz Nordsee (AKN). Für die entlang der Fahrstrecke lebenden Tiere steht die Saison erneut unter dem Motto "Überfahren bei der Überfahrt".
Für viele Meeresvogelarten und Meeressäuger ist nicht nur der zunehmende Verkehr, sondern auch die erhöhte Reisegeschwindigkeit der Schiffe ein lebensbedrohliches Problem. Einige Meeresvögel haben Fluchtdistanzen von bis zu einem Kilometer. Durch das Heranrasen schnell fahrender Schiffe entstehen zeitweise "vogelfreie" Schneise von bis zu 40 qkm.
Auch für Meeressäuger sind die schnellen Schiffe gefährlich. Robben können oft nicht die Geschwindigkeit der Schiffe abschätzen und laufen daher Gefahr mit dem Schiff zu kollidieren. Untersuchungen haben gezeigt, dass die in der Nord- und Ostsee vorkommenden Schweinswale durch die "Lärmbelästigung" der Schiffe vertrieben werden. Ihre Kommunikation untereinander wird gestört und im schlimmsten Fall verlieren Sie ihr Hörvermögen, sie werden sozusagen "blind".
Zudem birgt ein Hochgeschwindigkeitsschiff auch Risiken für den Menschen."Gekenterte und überfahrene Segel- und Fischerboote zeigen, dass auch der Mensch durch die Hochgeschwindigkeitsschiffe vereinzelt um sein Leben bangen muss" so eine Sprecherin der AKN. Sportbootfahrer haben sich über "Speedy" beklagt, weil die Bugwelle besondere Manöver erforderlich mache um Kentergefahren abzuwenden.
Inselreisenden legt die AKN nahe, aus Umweltschutzgründen konventionelle Fährverbindungen zu nutzen. Die UrlauberInnen kommen zwar etwas langsamer an, aber schließlich beginnt der Urlaub bereits mit der Anreise.
Die AKN hat mit dem BUND und der Schutzstation Wattenmeer gemeinsam ein Faltblatt zum Thema"Mit Vollgas durch den Urlaub" veröffentlicht.
Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V.: Tel. 0421 / 77675; Handy 0174 944 2712
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Achtung Medien: Die Aktion der Umweltorganisation Aktionskonferenz Nordsee e.V. zum Saisonstart 2003 der Schnellfähre"Speedy" findet am 1. Mai 2003, um 8.30 Uhr, am Martinianleger in Bremen statt.
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Pressemitteilung der Aktionskonferenz Nordsee e.V., 19.03.2003 |
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Weserausbau geht ohne Rücksicht auf die Natur weiter!
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Die Umweltorganisationen Aktionskonferenz Nordsee und ROBIN WOOD fordern, dass der Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans keine weiteren Ausbauvorhaben an der Weser ausweist. "Dabei drohen die Auswirkungen auf Natur und Umwelt nicht beachtet zu werden", so die Umweltorganisationen.
Die weseransässige Häfenwirtschaft möchte aus Konkurrenzgründen die Unterweser zwischen Bremen und Bremerhaven ausbauen. Schiffe mit bis zu 11.10 m sollen tideunabhängig bis Bremen-Osterort (heute 10.50 m) fahren können, Schiffe bis zu 12.80 m Tiefgang (heute 11.90 m) bis Brake.
Weitere Pläne betreffen die Außenweser, die zusätzlich um einen Meter vertieft werden soll (heute 14,70m). "Dabei ist es allen Schiffen möglich Bremerhaven anzulaufen, sie müssen nur eine kurze Zeit auf die Tidewelle warten", so Nadja Ziebarth von der AKN. "Das betraf in 2001 nur ca. 2 Prozent der Bremerhaven anlaufenden Schiffe."
"Folgen der Ausbaumaßnahmen sind größere Gefahren bei Sturmfluten. Uferbereiche verschlicken und flusstypische Tier- und Pflanzenarten wie Bodenbrüter und Röhrichbewohner werden verdrängt", warnt die Fluss-Expertin Annegret Reinecke von ROBIN WOOD.
Kein Flussunterlauf in Europa hat so extreme Ausbaumaßnahmen in seiner Geschichte hinnehmen müssen wie die Weser. Selbst der Gewässergüteatlas der Bundesregierung von 2001 hat der Unterweser die schlechtesten Noten gegeben. Das heißt: Bereits jetzt ist die Weser in ihrer Struktur "sehr stark verändert". Ein weiterer Ausbau würde sie vollends zum Kanal mutieren lassen.
"Dabei hat die Bundesregierung in ihrem 5-Punkte-Programm vom Sommer 2002 die Überprüfung weiterer Flussvertiefungen beschlossen. Scheinbar hat dies keinen Einfluss auf die Ausbauvorhaben der Weser", so die Vertreterinnen der Umweltorganisationen.
Die Umweltschutzverbände fordern ein STOPP jeglicher weiterer Flussvertiefungen!
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an:
Aktionskonferenz Nordsee e.V.
Nadja Ziebarth, Tel: 0421 / 77675
eMail:
ROBIN WOOD
Annegret Reinecke, Tel. 0421 / 5982894
email:
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