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Presseinformationen der Aktionskonferenz Nordsee e.V.
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Presseinformation vom 7.2.2007 |
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Weservertiefung auf biegen und brechen!
Erörterungstermin für Außen- und Unterweser eine Farce
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Anlässlich des morgen beginnenden Erörterungstermins zur Außen- und Unterweservertiefung protestieren die Umweltverbände Aktionskonferenz Nordsee und Rettet die Elbe gegen das Verfahren. "Es werden einmalige Naturschutzgebiete bei einer weiteren Vertiefung zerstört, eine eklatante Missachtung von FFH - Naturschutzgebieten" so die Umweltverbände. "Die so genannte Alternativprüfung ist ebenfalls eine Farce. Z.B. wird die Planung des JadeWeserPorts und die der Elbvertiefung komplett ignoriert."
Ein ergebnisoffenes Verfahren ist nicht zu erwarten, denn die Planfesstellungsbehörde (Wsd-Nord) ist zugleich die Oberbehörde des Antragstellers (Wasser- und Schiffahrtsamt Bremerhaven).
Die Planungen der Unterweservertiefungen basieren auf einen geringen Bedarf an wenigen Schiffen, deren Ziele Brake (Futtermittel) und Osterort (Stahlwerke) sind. Für eine Hand voll Schiffe, die zurzeit teil beladen die Unterweser befahren, sollen Millionen an Steuergeldern gezahlt und die Natur geopfert werden.
Auch den Bedarf der Außenweservertiefung stellen die Umweltverbände in Frage: Wenn der JadeWeserPort in Wilhelmshaven gebaut wird, dann doch gerade deshalb, weil die tiefen Schiffe dorthin sollen, dann muss die Außenweser nicht mehr vertieft werden.
Ein in 2006 vom BMU veröffentlichtest Gutachten zu Hafenkooperation kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass zwar der Trend zu größeren Containerschiffen anhalten wird, aber "ab einer Schiffskapazität von 10.000 TEU Restriktionen bezüglich Wirtschaftlichkeit, Containerhandling und -stabilität, Sicherheit und Hafenkapazität gesehen" werden. "Das wirtschaftlichste Containerschiff ("Arbeitstier") wird in Zukunft nach Einschätzung der Expertenmehrheit das 8.000 TEU Schiff sein."
Damit sind weitere Elbe- und Weservertiefungen aus der Sicht der Aktionskonferenz Nordsee und Rettet die Elbe nicht mehr erforderlich.
"Das BMU Gutachten bestätigt uns", so die VertreterInnen Herbert Nix und Nadja Ziebarth "um weiter Umweltzerstörungen und Fehlinvestitionen zu stoppen, müssen alle Hafen- und Hinterlandplanungen sowie Flussausbaumaßnahmen sofort wieder auf den Prüfstand."
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an:
Aktionskonferenz Nordsee e.V., Nadja Ziebarth, Tel: 0421 / 77675
eMail: Nadja.Ziebarth@aknev.org
Förderkreis »Rettet die Elbe« eV, Hamburg, Herbert Nix, Tel. 040 / 87 00 73 67
eMail: foerderkreis@rettet-die-elbe.de, www.rettet-die-elbe.de
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Presseinformation vom 18.12.2006 |
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Seas at Risk - Press Release
Ministers agree Marine "Tragedy" Directive
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Brussels. Environment ministers attending today's EU Environment Council meeting in Brussels have agreed a draft version of the EU's Marine Strategy Directive that spells tragedy for the marine environment. Ignoring demands from the European Parliament and other stakeholders for tough action to protect Europe's vulnerable marine environment, Ministers have chosen instead a heavily qualified approach that combines weak objectives with the absence of a legal requirement to achieve them!
"If the Marine Strategy Directive is to have added value in the world of marine environmental regulation then it must contain an unambiguous legally-binding commitment to protect and restore to health Europe's marine environment" said John Maggs, EU Policy Officer at Seas At Risk; "Ministers have chosen instead to 'aim at' reaching a set of wholly inadequate targets."
Nowhere is the minister's lack of ambition more evident than in the case of fisheries, one of the most serious threats to the health of the marine environment. Here the aim is to maintain stocks 'within safe biological limits', a reference point originally identified by fisheries scientists as the level below which stocks should never go (or they will likely collapse), and very definitely not a target for a healthy stock or a healthy fishery. "The fact that environment ministers are prepared to put their name to this kind of approach bodes very ill indeed for the future of the Directive" said Monica Verbeek, Fisheries Policy Officer at Seas At Risk. "Environment ministers must accept that they have a responsibility to protect the environment, including commercial fish species, from damaging fishing activities. Leaving it to their fisheries colleagues is not an option, as will again become clear at tomorrow's EU Fisheries Council meeting when fisheries ministers again ignore scientific advice and allow the continuation of over-fishing."
References in the draft Directive to avoiding 'disproportionate costs' and only undertaking action where 'reasonable and practicable' suggest that environment ministers are more concerned about euros and cents than they are the environment. This and the absence or watering down of important previously agreed environmental objectives and principles further compromises the ability of the Marine Strategy Directive to protect Europe's seas or act as the environment 'pillar' of the proposed future EU Maritime Policy.
Seas At Risk will continue to follow the Directive's progress and will be working with other stakeholders to ensure a strong Directive at the heart of any future EU Maritime Policy.
For more information contact:
John Maggs
Seas At Risk's Shipping & EU Policy Officer
Tel: +44 (0)1736 332741, Mob: +44 (0)7966 322379,
E-mail: jmaggs@seas-at-risk.org
NOTES FOR EDITORS
- Seas At Risk is a Brussels-based independent non-governmental association of environmental organisations concerned with the protection and restoration of the marine environment. More information on Seas At Risk, the Marine Strategy Directive, the EU Maritime Policy, and Seas At Risk's fisheries work can be found on their web site: www.seas-at-risk.org
- The compromise reached by ministers on the Marine Strategy Directive hides of course the position of individual states; Sweden and to a lesser extent Belgium have supported a stronger Directive, whereas the UK and The Netherlands have aimed to weaken the proposal.
- The EU Fisheries Council meeting convenes December 19-21st and will negotiate and adopt fishing opportunities including quota for 2007.
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Presseinformation vom 13.07.2006
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Hafenkonzept für die deutschen Nordseehäfen
dringend erforderlich!
Gutachten vom Bundesumweltministerium bestätigt Forderung der Umweltverbände
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Hamburg, Bremen. Seit Jahren fordern die Umweltverbände Aktionskonferenz Nordsee (AKN) und Rettet die Elbe (RdE) ein abgestimmtes Hafenkonzept in Deutschland. Nun bekommen sie Rückenwind durch ein Gutachten des Bundesumweltministeriums (BMU). Das Gutachten "Nachhaltigkeitsaspekte der nationalen Seehafenkonzeption" bestätigt die Forderung der Umweltverbände nach einem Hafenkonzept.
Noch in 2005 hatte der damalige Umweltminister Trittin ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass den Diskussionen über ein Hafenkonzept an der deutschen Nordseeküste eine neue Grundlage geben sollte. Die Umweltorganisationen Rettet die Elbe (Hamburg) und Aktionskonferenz Nordsee (Bremen) haben jetzt nach einem Jahr die Herausgabe des Gutachtens eingefordert. In dem BMU Gutachten werden die Möglichkeiten zum Ausbau von Arbeitsteilung und Kooperation zwischen den Seehäfen an der deutschen Nordseeküste analysiert.
Unter anderem wurde in dem BMU Gutachten konstatiert, dass zwar der Trend zu größeren Containerschiffen anhalten wird, aber "ab einer Schiffskapazität von 10.000 TEU Restriktionen bezüglich Wirtschaftlichkeit, Containerhandling und -stabilität, Sicherheit und Hafenkapazität gesehen" werden. "Das wirtschaftlichste Containerschiff ("Arbeitstier") wird in Zukunft nach Einschätzung der Expertenmehrheit das 8.000 TEU Schiff sein."
Damit sind weitere Elbe- und Weservertiefungen aus der Sicht von AKN und RdE nicht mehr erforderlich.
Wie ebenfalls von RdE und AKN gefordert, kommt auch das BMU Gutachten zu dem Schluss, dass mehr Transparenz bei staatlicher Subvention nötig ist, um die Gefahr von Fehlinvestitionen zu verhindern. Die Wirtschaftlichkeit von Infrastrukturprojekten muss stärker hinterfragt werden. Der Bundesverkehrswegeplan weist hinsichtlich der Bewertung von Wasserstraßenprojekten erhebliche Defizite auf, da wichtige Folgekosten nicht berücksichtigt werden. Laut BMU Gutachten ist "der Kostendeckungsgrad der staatlichen Hafeninfrastruktur (in Hamburg, Bremen und Niedersachsen) mit rund 30% sehr niedrig." Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nicht nur die Infrastruktur sondern auch der Hafenumschlag mit öffentlichen Geldern subventioniert wird, so AKN und RdE.
"Das BMU Gutachten bestätigt uns", so die VertreterInnen Herbert Nix und Nadja Ziebarth "um weiter Umweltzerstörungen und Fehlinvestitionen zu stoppen, müssen alle Hafen- und Hinterlandplanungen sowie Flussausbaumaßnahmen sofort wieder auf den Prüfstand."
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an:
Aktionskonferenz Nordsee e.V., Nadja Ziebarth, Tel: 0421 / 77675
Nadja.Ziebarth@aknev.org
Förderkreis »Rettet die Elbe« eV, Hamburg, Herbert Nix, Tel. 040 / 87 00 73 67
eMail: foerderkreis@rettet-die-elbe.de, www.rettet-die-elbe.de
Hintergrundinformationen:
- "Ein zukunftsfähiges Hafenkonzept - (nicht nur) für die deutsche Nordseeküste" Positionspapier der Umweltverbände hier
- BMU Gutachten "Nachhaltigkeitsaspekte der nationalen Seehafenkonzeption"; www.bmu.de
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Presseinformation vom 04.07.2006
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Ein Glücksfall für das Wattenmeer
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20 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Umweltverbände ziehen positive Bilanz, kritisieren aber die Politik Landesregierung
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Die Gründung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer vor 20 Jahren ist ein Glücksfall für die einzigartige Küstenlandschaft an der Nordsee. Auf heute fast 2.800 Quadratkilometern werden Watt, Priele, Strände, Dünen, Salzwiesen und Sandbänke geschützt. Millionen Brut- und Zugvögel und tausende Seehunde fühlen sich hier wohl. Nach wie vor gefährden jedoch zahlreiche Eingriffe für Deichbau, Schiffsverkehr, Energiegewinnung oder Fischerei den Nationalpark. Im Zweifel werde zu häufig zu Lasten der Natur entschieden. Dies geht aus einer vom WWF herausgegebenen Bilanz der aus 11 Umwelt-verbänden bestehenden Arbeitsgemeinschaft (AG) Nationalpark hervor. Am kommenden Wochenende finden die offiziellen Jubiläums-Feierlichkeiten statt.
Zu den Pluspunkten des Nationalparks zählt der Report der Verbände die weitgehende Einschränkung der Jagd auf Wasservögel und das Verbot der Herzmuschelfischerei, verbesserte Regelungen für den Schiffs- und Bootsverkehr und das umfassende Informationsangebot durch die 14 Nationalparkhäuser. Auch die Bevölkerung akzeptiert den Nationalpark. Trotz dieser Fortschritte gibt es nach Ansicht der Umweltschützer noch viel zu tun. "Unsere Vision für die kommenden 20 Jahre ist ein Nationalpark mit fischereifreien Zonen, geöffneten Sommerdeichen und Salzwiesen, die nicht durch Küstenschutz bedroht werden", so Beatrice Claus vom WWF.
Scharf kritisiert die AG Nationalpark die Politik des Umweltministeriums. "Die geplante Aufweichung eines mehrere Jahre alten Kompromisses zwischen Küsten- und Naturschutz ist ein aktuelles Beispiel für die Aushöhlung der Nationalparkidee ", so die Umweltverbände. Künftig soll das Material zum Deichbau wieder großflächig aus den geschützten Salzwiesen entnommen werden. "Damit steht eine der großen Erfolgsstorys des Nationalparks - die Renaturierung der wertvollen Salzwiesen - auf dem Spiel", so Dr. Ronald Olomski vom Niedersächsischen Heimatbund. Zudem sei die Betreuung der Touristen völlig unzureichend. Derzeit sind nur vier von sieben Ranger-Planstellen besetzt. Dabei sind nach Ansicht der Verbände mindestens 50 Ranger nötig, um einen naturverträglichen Tourismus zu gewährleisten.
Zu schaffen machen dem Nationalpark die zahlreichen Bauvorhaben im und um das Wattenmeer. Dazu zählen die Verlegung von Stromkabeln für Offshore-Windparks, die Vertiefung der Flussmündungen von Elbe, Ems und Weser, der Bau eines Tiefwasserhafens an der Jade, der Weiterbau des Bremerhavener Containerhafens oder die in der 12-Seemeilen-Zone geplanten Windparks Nordergründe und Riffgat. Nach wie vor sei der Eintrag von Schad- und Nährstoffen zu hoch. Zudem gebe es noch keine Antworten auf die Frage, wie Küsten- und Naturschutz in Zukunft angesichts des durch den Klimawandel verursachten Meeresspiegelanstiegs in Einklang gebracht werden können.
Den 26seitigen Bilanzbericht finden Sie unter www.wwf.de/wattenmeer.
Kontakt: Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., 0421-77675, Nadja.Ziebarth@aknev.org
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Presseinformation vom 7.08.2006
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Wir messen Ihr Grundwasser!
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Private Brunnennutzerinnen und -nutzer konnten Wasserproben von uns in Bremen messen lassen.
Die Aktion fand statt am
10. August 2006
15 - 17 Uhr Abgabe der Proben
am Labor - Mobil
auf der Kinderwildnis-Wiese hinterm Cafe Sand (Fährweg), Bremen
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Die Grunduntersuchung auf den Nitratgehalt wurde vor Ort durchgeführt. Interessierte konnten bis 17Uhr Ihre Proben abgeben und nach ein bis zwei Stunden die Ergebnisse wieder abholen.
Kostenbeteiligung nur 5 Euro!
Hohe Nitratwerte im Grundwasser gefährden die Brunnennutzung. Nicht nur, dass das Wasser dann nicht mehr zum Trinken geeignet ist, es kann sogar bei bestimmten Gemüsesorten zu einer erhöhten Anreicherung kommen. Auch ökologisch sind hohe Nitratwerte problematisch. Finden Sie heraus, wie gut Ihr Brunnenwasser ist und lassen Sie es von uns testen.
Hintergrundinformationen zum Thema "Nährstoffe" finden Sie hier
Hintergrundinformationen zu "Nährstoffe in der Nordsee" hier
Weiterhin können auch coliforme Keime, Schwermetalle, Phenole, Ammonium und halogenhaltige Pestizide gegen Übernahme der Kosten bestimmt werden (siehe www.VSR-Gewaesserschutz.de).
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Presseinformation vom 04.07.2007
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Ein Glücksfall für das Wattenmeer
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20 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Umweltverbände ziehen positive Bilanz, kritisieren aber die Politik Landesregierung
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Die Gründung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer vor 20 Jahren ist ein Glücksfall für die einzigartige Küstenlandschaft an der Nordsee. Auf heute fast 2.800 Quadratkilometern werden Watt, Priele, Strände, Dünen, Salzwiesen und Sandbänke geschützt. Millionen Brut- und Zugvögel und tausende Seehunde fühlen sich hier wohl. Nach wie vor gefährden jedoch zahlreiche Eingriffe für Deichbau, Schiffsverkehr, Energiegewinnung oder Fischerei den Nationalpark. Im Zweifel werde zu häufig zu Lasten der Natur entschieden. Dies geht aus einer vom WWF herausgegebenen Bilanz der aus 11 Umwelt-verbänden bestehenden Arbeitsgemeinschaft (AG) Nationalpark hervor. Am kommenden Wochenende finden die offiziellen Jubiläums-Feierlichkeiten statt.
Zu den Pluspunkten des Nationalparks zählt der Report der Verbände die weitgehende Einschränkung der Jagd auf Wasservögel und das Verbot der Herzmuschelfischerei, verbesserte Regelungen für den Schiffs- und Bootsverkehr und das umfassende Informationsangebot durch die 14 Nationalparkhäuser. Auch die Bevölkerung akzeptiert den Nationalpark. Trotz dieser Fortschritte gibt es nach Ansicht der Umweltschützer noch viel zu tun. "Unsere Vision für die kommenden 20 Jahre ist ein Nationalpark mit fischereifreien Zonen, geöffneten Sommerdeichen und Salzwiesen, die nicht durch Küstenschutz bedroht werden", so Beatrice Claus vom WWF.
Scharf kritisiert die AG Nationalpark die Politik des Umweltministeriums. "Die geplante Aufweichung eines mehrere Jahre alten Kompromisses zwischen Küsten- und Naturschutz ist ein aktuelles Beispiel für die Aushöhlung der Nationalparkidee ", so die Umweltverbände. Künftig soll das Material zum Deichbau wieder großflächig aus den geschützten Salzwiesen entnommen werden. "Damit steht eine der großen Erfolgsstorys des Nationalparks - die Renaturierung der wertvollen Salzwiesen - auf dem Spiel", so Dr. Ronald Olomski vom Niedersächsischen Heimatbund. Zudem sei die Betreuung der Touristen völlig unzureichend. Derzeit sind nur vier von sieben Ranger-Planstellen besetzt. Dabei sind nach Ansicht der Verbände mindestens 50 Ranger nötig, um einen naturverträglichen Tourismus zu gewährleisten.
Zu schaffen machen dem Nationalpark die zahlreichen Bauvorhaben im und um das Wattenmeer. Dazu zählen die Verlegung von Stromkabeln für Offshore-Windparks, die Vertiefung der Flussmündungen von Elbe, Ems und Weser, der Bau eines Tiefwasserhafens an der Jade, der Weiterbau des Bremerhavener Containerhafens oder die in der 12-Seemeilen-Zone geplanten Windparks Nordergründe und Riffgat. Nach wie vor sei der Eintrag von Schad- und Nährstoffen zu hoch. Zudem gebe es noch keine Antworten auf die Frage, wie Küsten- und Naturschutz in Zukunft angesichts des durch den Klimawandel verursachten Meeresspiegelanstiegs in Einklang gebracht werden können.
Den 26seitigen Bilanzbericht finden Sie unter www.wwf.de/wattenmeer.
Kontakt: Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V., 0421-77675, Nadja.Ziebarth@aknev.org
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Presseinformation vom 24.01.2005 |
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Nordseeschutzkonferenz in Göteborg
Seas At Risk fordert Minister zum Handeln für den Nordseeschutz auf
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3. Mai 2006, Göteborg, Schweden - Vom 4. bis 5. Mai treffen sich die Umwelt-, Fischerei- und Verkehrsminister der Nordseeanrainerstaaten zu Verhandlungen in Göteborg, Schweden. Ziel dieses ministeriellen Treffens ist der Schutz der Nordsee vor den umweltgefährdenden Auswirkungen von Schifffahrt und Fischereiindustrie. In ihren Händen liegt die Zukunft eines einmaligen Ökosystems, das nebenbei auch noch zu den produktivsten Gewässern der Erde gehört. Nach Ansicht der Umweltvereine Aktionskonferenz Nordsee (AKN) und Seas at Risk enthält der vorliegende Entwurf der Ministererklärung aber nicht ausreichend konkrete Maßnahmen, die dem Nordseeschutz dienen.
In den letzten Jahren haben auch deutsche Experten wie der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen einen dringenden Handlungsbedarf angemahnt.
"Wird der Nordseeschutz in Deutschland nicht mehr ernst genommen?" fragt Nadja Ziebarth von AKN. "Anders ist es kaum zu erklären, wenn der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD)und seine Kollegen aus den anderen Ministerien auf der Teilnehmerliste fehlen."
Seas At Risk hat als internationale Umweltorganisation den politischen Nordseeschutzprozess begleitet. Seas at Risk und AKN fordern die Minister auf, folgende Punkte umzusetzen:
- Ein nachhaltiges Fischereimanagement zu etablieren
- Einen Ökosystemansatz für die Fischerei in der gesamten Nordsee umzusetzen
- Das Clean Ship Konzepts in der zukünftigen Schifffahrtspolitik zu verankern. Das bedeutet eine Nullemission der Schifffahrt über die gesamte Lebenszeit von Schiffen, von der Herstellung, über den Betrieb bis zum Abwracken.
- Eine nordseeweite, indirekte Hafengebühr einzuführen, damit Schiffabfall nicht mehr auf See entsorgt wird. Außerdem für eine, ausreichende Kapazitäten in den Häfen zu sorgen, damit die Reeder die Schiffsabfall an Land zu entsorgen müssen.
- Die Kontrollen und Wartungen von Doppelhüllen Tankern sicherzustellen. Dies ist unerlässlich für die zukünftige Schiffssicherheit.
- Die Europäische Marine Strategie muss gestärkt werden und ein klares Bekenntnis zum Meeresumweltschutz im EU Grünbuch "Meerespolitik" muss erfolgen.
"Es ist noch nicht zu spät zum Handeln für die Minister und Ministerinnen. Seas at Risk fordert die Nordseeanrainer auf die historische Möglichkeit zu nutzen und die Deklaration um konkrete Handlungskonzepte zu erweitern," so John Maggs.
Seas At Risk wird an der Ministerkonferenz teilnehmen und sich dort weiterhin für den Nordseeschutz einsetzen.
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FÜR WEITERE INFORMATIONEN
Monica Verbeek, Seas At Risk, Policy Officer (Fisheries, species & habitats) - deutsch sprachig
+351 21 464 7255, +351 96 5617846, mverbeek@seas-at-risk.org
John Maggs, Seas At Risk, Policy Officer (Shipping and the environment)
+44 1736 332741, +44 7966 322379, jmaggs@seas-at-risk.org
Nadja Ziebarth, Aktionskonferenz Nordsee e.V.
+ 49 +421 77675, Nadja.Ziebarth@aknev.org
-"Seas at Risk" ist eine unabhängige Föderation von Nicht-Regierungsorganisationen, die national und international für den Meeresschutz arbeiten. Mehr zu "Seas at Risk" und weitere Stellungnahmen sowie Hintergrundeinformationen zur Konferenz finden Sie auf der Website www.seas-at-risk.org
- Die Aktionskonferenz Nordsee ist Mitglied bei der internationalen Umweltschutzorganisation "Seas at Risk".
- Die Nordsee Minister Konferenz zu den Auswirkungen der Schifffahrt und Fischerei auf die Nordsee findet in Svenska Mässan Conference Centre in Göteborg, Sweden vom 4. bis 5 Mai 2006 statt. Diese Konferenz wird die Letzte in einer langen Reihe von Internationalen Nordseeschutz Konferenzen (INK) sein. 1984 fand die erste INK in Bremen statt, es folgten Konferenzen 1987 in London, 1990 in Den Haag, 1995 in Esbjerg und 1997&2002 in Bergen.
Weitere Informationen zur Internationalen Nordseeschutz Konferenz sowie dem Entwurf der diesjährigen Ministerkonferenz erhalten Sie unter: www.sweden.gov.se/sb/d/6363.
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Presseinformation vom 24.04.2006 |
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20 Jahre Tschernobyl
Jetzt um- und aussteigen
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Bremen, 24.04.2006. Anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Gaus rufen das Bremer Forum für Wohn-Lebensqualität, die Aktionskonferenz Nordsee, Mehr Demokratie e.V. und die Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft die Bremer Stromkunden zum Wechsel zu Ökostromanbietern auf.
In diesen Wochen wird an den unterschiedlichsten Stellen und von verschiedensten Organisationen sowie vor allem von vielen Bürgerinnen und Bürgern der Opfer und der Folgen der atomaren Katastrophe gedacht. Tschernobyl nicht vergessen heißt aber auch, heute für die Gegenwart und die Zukunft zu handeln.
Eine gute Möglichkeit dazu ist der Wechsel von den alten Ex-Monopolisten, die immer noch auf Atom- und Kohlestrom setzen, hin zu unabhängigen Anbietern grünen Stroms. So können wir alle nicht nur unser Gedenken in aktives Handeln münden lassen, sondern als Verbraucher ein starkes energiepolitisches Signal für die Zukunft setzen. Je eher, desto besser.
Für das Bremer Forum: Hiltrud Lübben-Hollmann
Für die Aktionskonferenz Nordsee:Nadja Ziebarth
Für Mehr Demokratie:Tim Weber
Für die Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft: Jan Saffe
Für Rücksprachen wenden Sie sich bitte an:
Jan Saffe, Bremer Forum für Wohn-Lebensqualität e.V.
Suhrfeldstr. 26, 28207 Bremen
Tel.: 0421 / 4987950
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Presseinformation vom 24.04.2006 |
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Europe's Marine Strategy not fit to sail
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Brussels, Belgium (24 October 2005) - The environmental groups BirdLife International, Greenpeace, IFAW, Oceana, Seas At Risk, WWF, the Fisheries Secretariat and the European Environmental Bureau (EEB) criticised the European Commission's proposal for a Marine Framework Directive as desperately inadequate. The groups regret that it contains no binding commitment to protect Europe's seas and that it fails to build on existing legislation.
With chronic overfishing rampant in EU waters (38 of 43 stocks - such as cod, anchovy, spurdog and sandeel - assessed overfished), as well as hundreds of thousands of tonnes of oil discharged every year into European waters, the protection of marine habitats and biodiversity is essential for the future of the marine ecosystems and the fisheries sector.
Today's proposal was expected to fill a gap in the EU environmental policy, which remains land-focused. It was intended to promote the protection and recovery of marine ecosystems, the alleviation of pollution impacts, and the sustainable use of marine resources. But the Commission's text falls short. It is now the responsibility of the European Parliament and Member States to set legally binding objectives, including a clear definition of what constitutes a healthy sea.
For further information:
Saskia Richartz, EU Marine Policy Director, Greenpeace European Unit, tel. +32 495 290028, email: saskia.richartz@diala.greenpeace.org
Carol Phua, Marine Coordinator, WWF European Policy Office, tel. +32 473323779, email: cphua@wwfepo.org
Annie Smith, Marine Policy Officer, BirdLife International, tel. +44 7921 7407 49, email: annie.smith@rspb.org.uk
Gaia Angelini, Political campaigner, IFAW EU Office, tel. +32 475 86 78 32; email: gangelini@ifaw.org
John Maggs, Policy Officer, Seas at Risk, tel. +44 7966 3223 79, email: jmaggs@seas-at-risk.org
Julie Cator, Oceana, tel. +32 (0)2 513 22 42, email: catorj@hotmail.com
Niki Sporrong, Director, the Fisheries Secretariat, tel. +46 708 53 12 25
Email: niki.sporrong@fishsec.org
Stefan Scheuer, EU Policy Director, The European Environmental Bureau, tel. +32 22891304, email: stefan.scheuer@eeb.org
Notes to editors:
- The European Marine Strategy, is one of seven thematic strategies resulting from the Community's Sixth Environmental Action Programme. It is composed of three documents: a communication representing the European Marine Strategy, a legislative proposal for a Marine Framework Directive, and a Commission (regulatory) impact assessment. http://europa.eu.int/comm/environment/newprg/index.htm
- A number of relevant commitments have already been made by the Community, including the commitment to halt biodiversity loss by 2010 (EU's Sustainable Development Strategy), provisions to protect marine habitats and species under the EC Habitats and Birds Directives, and targets to achieve good ecological status, not least in coastal waters, under the EC Water Framework Directive.
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